Denkmal für die Gefallenen und die Befreier Fuhrens
Jean-Baptiste Zewenstrooss 7, 9454 Fuhren
6.19558, 49.91148
Das Denkmal befindet sich auf dem Friedhof in Fuhren.
Das Denkmal in Form des gekreuzigten Jesus erinnert an alle Gefallenen des Ortes Fuhrens. Eine Liste mit den Namen der Opfern befindet sich auf dem Denkmal. Zudem erinnert das Denkmal an die amerikanischen Befreier Fuhrens.
Am 10. Mai 1940 wurde Luxemburg im Zuge des Westfeldzuges von der deutschen Wehrmacht besetzt. Die Besatzungszeit hielt bis zur Befreiung Luxemburgs durch die US-Armee im September 1944 an. Gemessen an der Einwohnerzahl hat Luxemburg nach Polen die zweithöchste Opferzahl des Zweiten Weltkrieges zu beklagen. Insgesamt starben 5.703 Luxemburger während des Krieges, was 1,9 Prozent der damaligen Bevölkerung ausmachte. Fast jede luxemburgische Familie hatte Opfer zu beklagen, seien es beispielsweise Soldaten, die ab 1942 von der deutschen Besatzungsmacht zwangsrekrutiert wurden oder auf alliierter Seite kämpften, politisch und rassistisch Verfolgte, die deportiert und ermordet wurden, oder Zivilisten gewesen, die während der Kriegshandlungen, vor allem während der Ardennenoffensive, umgekommen sind. In vielen Ortschaften lassen sich Gedenktafeln oder Denkmäler finden, die an die Opfer des Krieges und die nationalsozialistischen Verbrechen erinnern. Im September 1944 wurde Luxemburg von den amerikanischen Streitkräften befreit. Die Befreiung nimmt im kulturellen Gedächtnis Luxemburgs einen großen Stellenwert ein, weshalb viele Gedenkorte an die amerikanischen Befreier erinnern.