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Denkmal für die Opfer der Euthanasie der Alzey Klinik

Dautenheimer Landstraße 66, 55232 Alzey

8.1324, 49.7412

Die NS-Rassenideologie richtete sich u.a. auch gegen vermeintlich oder tatsächlich psychisch Erkrankte, die laut der pseudobiologistischen Lehre des NS „minderwertig“ waren. Diese Menschen wurden entweder sterilisiert, damit sie ihr Erbgut nicht weitergeben konnten, oder direkt ermordet. Zu diesem Zweck band das NS-Regime diverse „Nervenheilanstalten“ ein. Die Alzey-Klinik ist im Zuge der erbbiologischen Erfassung des Volkskörpers dazu angehalten worden, sog. „Sippentafeln“ über mehr als 650 Patienten anzufertigen. Später fanden dann auch Ermordungen der Patienten statt, über deren Todesumstände die Angehörigen belogen wurden. 1994 hat die Arbeitsgruppe „Psychiatrie im Nationalsozialismus“ damit begonnen, die Geschichte des Ortes während der NS-Zeit zu erforschen. Die Gedenktafel erwähnt 453 Opfer der Euthanasie namentlich. Die Alzey-Klinik dient heute als Krankenhaus.

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