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Denkmal für die Opfer der NS-Justiz

Berliner Allee 7, 54295 Trier

6.65166, 49.73864

Der NS-Staat instrumentalisierte das Justizsystem, um den Schein der Legalität eigener Existenz zu wahren. Aus diesem Grund wurden die Zwangsmaßnahmen und Menschenrechtsverletzungen zur Erhaltung der Macht in Gesetzesform gekleidet.
Weiterhin bemühte sich der NS-Staat um Vereinheitlichung und Zentralisierung (Verweichlichung) des Rechtswesens, was mit der Aufhebung der Justizhoheit der Länder bis 1934 erreicht werden sollte. Das Rechtswesen im Nationalsozialismus war dazu da, der Erhaltung der Volksgemeinschaft zu dienen. Das Volk wurde zum Mittelpunkt der gesetzlichen Sorge und Maßnahmen zu seiner Erhaltung wurden von Hitler und der NSDAP bestimmt. Im Zuge dieser Rechtsverständnisveränderung wurden „Erhaltung der Volksgemeinschaft“ und „Reinheit der Rasse“ zu den wichtigsten schützenswerten Rechtsgütern. Der Führerbefehl wurde mit Legitimität des Gesetzes verklärt. So ernannte sich Hitler durch den Reichstagsbeschluss vom 26. April 1942 zum obersten Gerichtsherrn.
Die Justiz-Strafsystem wurde in Nationalsozialismus nicht nur gegen „gewöhnliche“ Straftäter angewendet, sondern auch zur Unterdrückung politischen Gegner instrumentalisiert. So wurden im Jahr 1933 Sondergerichte als eine Form von Schnelljustiz zur Unterdrückung jeglicher Opposition eingesetzt. Der NS-Staat schaltete die Justiz mit dem Gestapo-Gesetz vom 10. Februar 1936 bezüglich ihrer Funktion als Staats- und Polizeikontrolle aus, was der Gestapo die Vollmacht zur Verfolgung und Tötung von „Feinden des Volkes“ gegeben hat. Der Holocaust hat also außerhalb jedes Rechtssystems stattgefunden.
Das Mahnmal für die Opfer der NS-Justiz wurde 1989 durch die Künstlerin Gabriele Marwede realisiert und an der Deutschen Richterakademie in Trier aufgestellt. Der dargestellte menschliche Kopf wirkt eher helmartig und hat die Augen verhüllt. Auf einer steinernen, in den Boden eingelassenen Tafel steht: „Im Gedenken an die Frauen und Männer, denen im Namen des Deutschen Volkes Unrecht geschah, 1933-1945“.

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