Ehemalige Synagoge in Vallendar
Eulerstraße 3, 56179 Vallendar
7.617181, 50.400929
Bereits im 18. Jahrhundert lebten mindestens 50 Juden in Vallendar. Im Jahr 1855 erwarb die jüdische Gemeinde ein Grundstück und errichtete dort nach den Plänen des Stadtbaumeisters Hermann Nebel aus Koblenz bis 1857 eine Synagoge, die im selben Jahr eingeweiht wurde. Im Zuge der Novemberpogrome drangen SA-Männer während des Morgengebets am 10. November 1938 in die Synagoge ein, schändeten und verwüsteten sie. Die anwesenden Männer der jüdischen Gemeinde mussten in ihren Gebetsmänteln die 15 Torarollen zur Polizei tragen. Am 12. November wurde die Synagoge in Brand gesetzt und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Auch die Torarollen sind verbrannt worden, wohingegen die Ritualgegenstände von der Gestapo beschlagnahmt wurden. 1957 erwarb ein Privatmann das Gebäude und errichtete auf dem Grundstück ein Wohnhaus samt Werkstatt. Bis heute sind nur noch wenige Überreste des Gebäudes erhalten geblieben. Im Jahr 1987 wurde eine Gedenktafel mit folgender Inschrift angebracht: „Zum Gedenken an die früheren jüdischen Mitbürger und an die hier befindliche Synagoge. Im Jahr 1987 * Stadt Vallendar“.