• Orte-IconOrte
  • Lesezeichen-IconGemerkt
  • Hilfe-IconHilfe
  • Über-IconÜber
  • Mehr-IconMehr

Ehemalige Synagoge Sohren

, 55487 Sohren

7.182324, 49.554357

Der genaue Standort der ehemaligen Synagoge Sohren ist nicht bekannt.

Das Entstehen der jüdischen Gemeinde in Sohren wird auf die Mitte des 19. Jahrhunderts rückdatiert. Die Synagogengemeinde, zu der auch die in der Stadt Niedersohren lebenden Jüdinnen und Juden zugehörig waren, wurde im Jahr 1864 gegründet. Die Gemeinde verfügte seither nicht nur über eine Synagoge, sondern auch über eine Religionsschule, ein rituelles Bad und einen Friedhof. Außerdem war ein Lehrer, der gleichzeitig der Vorbeter der Gemeinde war, angestellt. Im Jahr der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 lebten etwa 26 jüdische Personen in Sohren. In den folgenden Jahren ist allerdings der größte Teil der jüdischen Gemeindemitglieder aufgrund anti-jüdischer Ressentiments in Form von persönlichen Angriffen, dem Ausschluss aus dem städtischen Gemeindeleben und wirtschaftlicher Boykotten weggezogen oder emigriert, sodass 1938 nur noch sieben jüdische Personen in Sohren lebten. Während des Novemberpogroms von 1938 wurde der Innenraum der Sohrener Synagoge von einem aus Simmern kommenden SA-Rollkommando zerstört; der Ortsbürgermeister konnte jedoch durch sein Einschreiten die vollständige Zerstörung von Wohnhäusern der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern der Gemeinde verhindern. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Synagogengebäude kurzzeitig als Gefangenenlager genutzt.