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Gedenkstein für die ehemalige Synagoge in Brotdorf

Hausbacher Str. 52/54, 66663 Brotdorf

6.678286, 49.469874

Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Brotdorf reicht bis in das 18. Jahrhundert zurück. Zunächst besuchten die Brotdorfer Jüdinnen und Juden die Synagoge in Merzig. Aufgrund des steten Anwachsens der jüdischen Gemeinde ist Mitte des 19. Jahrhunderts beschlossen worden, eine eigene Synagoge zu bauen. Eine geplante Spendensammlung in anderen Gemeinden wurde abgelehnt, da die Behörden dem Bau der Synagoge kritisch gegenüberstanden. Nichtsdestotrotz ist es den Brotdorfer Gemeindemitgliedern jüdischen Glaubens gelungen, eine repräsentative Synagoge zu bauen, die am 15. Dezember 1854 eingeweiht wurde. Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge beschädigt und angezündet. Die Ruine kaufte 1939 die Stadt Merzig. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Ruine bei einem Bombenangriff getroffen. Später wurde sie dann abgerissen. 1984 wurde zu Erinnerung an die ehemalige Synagoge an der Ecke Hausbacherstraße/ Helenenstraße ein Gedenkstein aufgestellt. Die Inschrift lautet: „Zum Gedenken an das im November 1938 durch Gewalt zerstörte ehrwürdige Gotteshaus der Israelitischen Gemeinde Brotdorf. 2. Mai 1984. Stadt Merzig. Synagogengemeinde Saar.“

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