Gedenkstein für die ehemalige Synagoge Selters
Saynstraße 19, 56242 Selters (Westerwald)
7.753767, 50.528745
Die Entstehung der jüdischen Gemeinde Selters geht bis ins 18. Jahrhundert zurück. 1850 erwarb die jüdische Gemeinde ein Haus, um es zur Synagoge umzubauen. Bereits im September 1938 wurden die Fensterscheiben der Synagoge eingeschlagen. Im Zuge des Novemberpogroms von 1938 ist die Synagoge, die sich auf der Waldstraße 4 befand, geschändet und samt der Gebetsbücher in Brand gesetzt worden. Die Feuerwehr schützte dabei nur die angrenzenden Gebäude vor den Flammen. 1948 ging das Gebäude in den Besitz der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz über, die es 1950 wiederum an einen Privatmann verkaufte. Im Jahr 1988 wurde an der evengelischen Kirche ein Gedenkstein mit folgender Inschrift errichtet: „Die Güte des Herrn ist’s dass wir nicht gar aus sind,
seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende. Klagelied Jeremias 3, 27. Zum Gedenken an die jüdische Gemeinde in Selters und ihre im Jahre 1938 zerstörte Synagoge – Selters, im November 1988.“