Gedenkstein für die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung
, 55627 Merxheim
7.550838, 49.788556
Der Friedhof liegt südwestlich von Merxheim am Höhenweg zum "Meckenbacher Wald". In einer halben Stunde vom Ort aus zu Fuß erreichbar.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden Juden sukzessive entrechtet, gegängelt, verfolgt und schließlich ermordet. In Mexheim, in der eine jüdische Gemeinde seit dem 14. Jahrhundert bestanden hatte, gelang es vielen jüdischen Einwohnern auszuwandern. Eine erste Auswanderungswelle setzte unmittelbar nach der Machtergreifung 1933 ein. Die letzten noch in Mexheim lebenden Juden verließen ihren Heimatort nach den Novemberpogromen. Das Denkmal zur Erinnerung an die in Mexheim geborenen und zeitweise dort lebenden Juden befindet sich vor dem Eingangstor zum jüdischen Friedhof. Die Inschrift des Denkmals lautet:
„Den jüdischen Mitbürgern und Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zum Gedenken“
Rosa Löb geb. Hirsch *2.5.1957 – 26.3.1943 Sobibor
Bertha Löb geb. Hirsch *3.1. 1862 – 26.3.1943 Sobibor
Arthur Löb *8.9. 1891 – 20.3.1943 Sobibor
Klara Löb-Bloch *3.1.1900 – 20. 3.1943 Sobibor
Ida Löb *18.1.1927 –20.3.1943 Sobibor
Bernhard Michel *15.1. 1866 – 11.8.1942 Theresienstadt
Elvira Michel geb. Joseph *22.5.1869 – 26.1.1943 Theresienstadt
Berthold Michel *3.10.10.1895 – 23.7.1943 Sobibor
Salomon Michel *5.6.1898 – Nov. 1943 Auschwitz
Jakob Michel *21.2.1900 -8.10.1942 Auschwitz
Walter Michel *14.11.1901 – 10.9.1942 Lodz (Chelmno)
Wer die Vergangenheit nicht sieht, verlieht den Blick über Zukunft. Die Gemeinde Mexheim.“,
Es ist davon auszugehen, dass dem NS-Terror weitere aus Mexheim stammende Juden zum Opfer fielen, auch wenn deren Namen nicht auf der Gedenktafel aufgeführt werden.