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00083_1_Gedenktafel für das Judenhaus in der Walpodenstraße 17

00083_2_Gedenktafel für das Judenhaus in der Walpodenstraße 17

00083_3_Gedenktafel für das Judenhaus in der Walpodenstraße 17

Gedenktafel für das „Judenhaus“ in der Walpodenstraße 17

Walpodenstraße 17, 55116 Mainz

8.263874, 49.998118

Ab 1939 wurde der jüdische Teil der deutschen Bevölkerung in Deutschland in sogenannten Judenhäusern „konzentriert“, um sie leichter kontrollieren und später auch deportieren zu können. Im Judenhaus in der Walpodenstraße wurden nicht nur Mainzer Juden, sondern auch die des Umlandes interniert. Unter unerträglichen Bedingungen mussten die in der Walpodenstraße untergebrachten 40 Juden auf engstem Raum zusammenleben. Ein schwarzer Davidstern kennzeichnete die Tür des Hauses als Ort, in dem Juden leben mussten. Im März und September 1942 sowie im Februar 1943 fanden in mehreren Wellen Deportationen aus Mainz in die Konzentrationslager statt, wo viele Juden ermordet wurden. Nach dem Krieg wurde stellvertretend für die Judenhäuser der Stadt Mainz an der Walpodenstraße eine Gedenktafel angebracht, die an die Deportation und Ermordung der Mainzer Juden erinnern soll. Die Tafel trägt die Inschrift: „Dieses Haus wurde 1938 nach dem November-Pogrom von den Nationalsozialisten zu einem der „Judenhäuser“ deklariert. 35 jüdische Kinder, Frauen und Männer wurden von hier aus vom 20. März bis zum 30. September 1942 deportiert und ermordet.