Gedenktafel für die ehemalige Synagoge in Hilbringen
Mittelstraße 30, 66663 Merzig
6.614529, 49.441796
Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Hilbringen reicht bis in das 19. Jahrhundert zurück. Bereits im 17. Jahrhundert (seit 1693) lebten die ersten jüdischen Familien in Neunkirchen. Im Jahr 1935 lebten in der Gemeinde noch 31 Jüdinnen und Juden. Diese verließen den Ort nach der Einverleibung des Saargebiets in das Deutsche Reich. Laut den Angaben der Yad Vaschem und des „Gedenkbuches – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“ sind während der NS-Zeit folgende Personen aus Hilbringen umgekommen: Mathilde Adler geb. Herz (1884), Selma Gottlieb geb. Salomon (1877), Ida Kahn geb. Kaufmann (1878), Friedrich Salomon (1909), Elise Wallach geb. Herz (1887). Zur Geschichte der Synagoge sind nur wenige Informationen erhalten geblieben. Eine Gedenktafel wurde am 2. Mai 1984 angebracht. Die Inschrift der Gedenktafel lautet: „Zum Gedenken an das ehrwürdige Gotteshaus der Israelitischen Gemeinde Hilbringen. 2. Mai 1984 Stadt Merzig Synagogengemeinde Saar.“