Gedenktafel für die ehemalige Synagoge in Landstuhl
Kanalstraße 5, 66849 Landstuhl
7.569396, 49.411615
Bereits seit dem 16. Jahrhundert existierte in Landstuhl eine jüdische Gemeinde. Im 19. Jahrhundert konnte im Haus einer jüdischen Familie in der Kanalstraße 5 ein Betraum eingerichtet werden. In Ermangelung einer Synagoge fügte ein Synagogenbauverein dort um 1930 einen Toraschrein an. Im Zuge des Novemberpogroms von 1938 ist das Gebäude geschändet worden; auch die Ritualien wurden entwendet. Das Haus diente danach lediglich wohnlichen Zwecken.
Am 9. November 2019 wurde eine Gedenktafel am Gebäude der ehemaligen Synagoge angebracht. Folgendes ist darauf zu lesen: „Die jüdische Gemeinde in Landstuhl richtete mangels einer eigenen Synagoge im Haus Kanalstraße 5 einen Betsaal ein, der um 1930 um eine Nische für den Toraschrein erweitert wurde. Beim Novemberpogrom 1938 wurde der Betsaal von SA-Angehörigen demoliert, die Ritualien wurden entwendet, die Häuser und Geschäfte jüdischer Bürger wurden zerstört. Die letzten Juden wurden im Oktober 1940 in das Konzentrationslager Gurs deportiert.“