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Gedenktafel für die ehemalige Synagoge in Rachtig

Bahnhofstraße 20, 54492 Zeltingen-Rachtig

7.001696, 49.960492

Die Tafel befindet sich in Richtung des angrenzenden Parkplatzes, der an der Bundesstraße liegt.

Die Entstehung der jüdischen Gemeinde in Rachtig geht bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Zur Gemeinde gehörten anfangs auch jüdische Einwohner*innen Ürzigs und Lösnichs. 1853 wurde wiederum mit den Zeltinger Juden eine Gemeinde gegründet, ehe es zu einer eigenen Synagogengemeinde kam. Beim Novemberpogrom wurde das Gebäude beschädigt – die Fenster und das Mobiliar wurden zerstört. Zudem wurden die Tora-Rollen entfernt. Am 15. August 1939 verließen die letzten jüdischen Mitbürger*innen Rachtig, wobei viele in die USA emigrierten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Synagogengebäude verkauft und als Lagerraum genutzt. In den 1950er Jahren riss der Besitzer die Synagoge ab und baute auf dem Grundstück ein Wohnhaus. Neben einer Sitzbank am ehemaligen Standort der Synagoge erinnert heute eine Gedenktafel an die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Rachtig.

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