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Gedenktafel für die ehemaligen Mitglieder der Synagogengemeinde Blieskastel

Klosterweg 34, 66440 Blieskastel

7.254097, 49.241039

Die jüdische Gemeinde in Blieskastel entstand im 17./ 18. Jahrhundert und bestand bis zum Jahr 1940. Die Gemeinde besaß eine Synagoge, eine jüdische Schule, ein rituelles Bad und einen Friedhof. Im Jahr 1823 lebten in Blieskastel 193 Personen jüdischen Glaubens, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Zahl stark zurückgegangen, sodass im März 1935 nur noch zehn jüdische Personen in Blieskastel lebten. Beim Novemberpogrom 1938 wurden diese aus ihren Wohnungen vertrieben. Drei von sechzehn während der NS-Zeit in Blieskastel lebenden Jüdinnen und Juden wurden in Theresienstadt und Auschwitz ermordet. Eine Frau ist Opfer der Euthanasie-Aktion geworden. Den Angaben der Yad Vashem und des „Gedenkbuches – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“ zufolge wurden während der NS-Zeit einundzwanzig gebürtige oder über längere Zeit in Blieskastel wohnhafte Personen ermordet.
Die Gedenktafel wurde am Eingang des Friedhofs angebracht und trägt die Inschrift: „Den ehemaligen Mitgliedern der Synagogengemeinde Blieskastel, ihrer einstigen Synagoge, ihren hier ruhenden Toten zur ehrenden Erinnerung! Synagogengemeinde Blieskastel. Synagogengemeinde Saar“. Vermutlich ist die Tafel nach 2017 angebracht worden.

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