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Gedenktafel für die in der NS-Zeit ermordeten jüdischen Bingerbrücker Mitbürgerinnen und Mitbürger

Heilig-Kreuz-Weg , 55411 Bingerbrück

7.525018, 49.575993

In Bingerbrück gab es lange Zeit keine jüdische Gemeinde. Die dort lebenden Juden gehörten zunächst zur jüdischen Gemeinde Rümmelsheim, dann zur jüdischen Gemeinde in Bingen. Im Jahr 1924 lebten in Bingerbrück 34 jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, unter anderem die Familie des berühmten Unternehmers Karl Wolff, der beim Bau von zahlreichen Häusern involviert gewesen war. Ebenso war er von 1899 bis 1914 Mitglied des Gemeinderates. Beim Novemberpogrom 1938 wurden die Wohnungen der Familien Herz und Wolff verwüstet und teilweise geplündert. Später wurde das Ehepaar Hetz gezwungen, ihr Haus zu verkaufen und selbst in ein „Judenhaus“ in Bingen umzuziehen, von wo aus sie im März 1942 deportiert wurden. Ihren Kindern war es gelungen, nach Schweden zu fliehen. Zur Erinnerung an die während der NS-Zeit ermordeten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger von Bingerbrück wurde eine Gedenktafel angebracht. Die Inschrift der Gedenktafel lautet:
„Zum Gedenken
An die jüdischen Bingerbrücker Mitbürgerinnen und Mitbürger
Selma und Hermann Herz
1942 von den Nationalsozialisten in Polen ermordet und
Klara, Ludwig, Friedrich und Ruth Müller 1942 deportiert und verschollen.
(Inschrift auf Hebräisch)
„Ihre Seelen seien eingebunden in das Bündel des Lebens.“

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