Gedenktafel für die jüdischen Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Landstuhl
Kirchenstraße 1, 66849 Landstuhl
7.571664, 49.410888
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verließen immer mehr Juden Landstuhl und zogen zumeist in größere Städte wie Kaiserslautern und Saarbrücken. Während der Novemberpogrome 1938 wurden mehrere Wohnungen jüdischer Einwohner sowie der Betraum in der Kanalstraße von SA-Angehörigen demoliert. Nur wenigen Landstuhler Juden ist es gelungen, sich durch Emigration ins sichere Ausland zu retten. Sieben Juden aus Landstuhl waren von den Deportationen nach Gurs im Oktober 1940 betroffen, weitere starben durch Deportationen im Zuge des Holocaust.
An der historischen Stadtmauer vor der Zehntenscheune erinnert seit 2008 eine bronzene Gedenktafel an 20 jüdische Opfer aus Landstuhl: „Zum Gedenken an die jüdischen Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft
Mathilde Abraham
Herta Aron
Ruth Bliesdorf
Eugen und Otto Ehrmann
Emil Hene
Mathilde Joseph
Amalie, Ingeborg und Werner Koch
Emil, Flora und Erich Oppenheimer
Klara und Max Reinheimer
Dr. Ludwig Reinheimer
Johanna Roos
Ferdinand und Justina Rubel
Simon Weis“