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Gedenktafel für die Zwangsrekrutierten, Inhaftierten und Widerstandskämpfer

, Meechtem

6.433440, 49.659433

Am 10. Mai 1940 wurde der neutrale Staat Luxemburg von der deutschen Wehrmacht besetzt, um die französische Verteidigungsanlage „Marginot-Linie“ zu umgehen. Die anschließende Besetzung war eine schwere Zeit für die luxemburgische Bevölkerung, die dem Terror und der Repression der Nationalsozialisten schutzlos ausgeliefert war. Im Gegensatz zu anderen annektierten Gebieten sollte Luxemburg nicht dauerhaft besetzt bleiben, sondern sukzessive „ins Reich“ eingegliedert werden. Eine Maßnahme der Nationalsozialisten war etwa die „Germanisierung“ aller Lebensbereiche der Luxemburger. Darunter fiel ab 1942 die Zwangsrekrutierung luxemburgischer Männer in die Wehrmacht, die „Eindeutschung“ luxemburgischer Namen oder der Verbot der französischen Sprache. Insbesondere gegen diese Repressalien regte sich in der luxemburgischen Bevölkerung Widerstand. So ist der Generalstreik der luxemburgischen Arbeiterschaft von 1942 von zentraler Bedeutung für das kulturelle Gedächtnis des Landes. Der Streik ist von den Besatzern jedoch brutal niedergeschlagen worden; unzählige Widerstandskämpfer wurden daraufhin deportiert und ermordet. Insbesondere die Villa Pauly gilt in Luxemburg als Symbol der nationalsozialistischen Terrorherrschaft. Die Gedenktafel trägt die Inschrift: „Undenken un d’Meechtemer Zwangsrekrutéiert, Kazettler a Resistenzler, 1940-1945“