Kreuzweg Grevenmacher
Kahlenberg , 6750 Grevenmacher
6.4375, 49.679306
Der Kreuzweg beginnt am Denkmal, welches sich am Kreisel befindet, und geht bis zur Kreuzkapelle.
Der Kreuzweg in Grevenmacher erinnert an die Opfer des Ortes, die während dem Zweiten Weltkrieg umkamen oder seitdem vermisst werden. Der Kreuzweg beginnt neben dem Friedhof und führt zur Kreuzkapelle in Grevenmacher. Sein Anfang wird gekennzeichnet durch ein Denkmal, was den Opfern des Ortes gewidmet ist. In Grevenmacher kamen 88 Menschen durch Zwangsrekrutierung um, 28 ließen ihr Leben im Kampf für das Vaterland und sieben jüdische Bewohner Grevenmachers wurden in Konzentrationslagern ermordet. Der Weg zur Kreuzkapelle ist von Steinkreuzen gesäumt. An der Kapelle selbst befindet sich ein weiteres Denkmal, dass den Opfern des Krieges gedenkt.
Am 10. Mai 1940 wurde Luxemburg im Zuge des Westfeldzuges von der deutschen Wehrmacht besetzt. Die Besatzungszeit hielt bis zur Befreiung Luxemburgs durch die US-Armee im September 1944 an. Gemessen an der Einwohnerzahl hat Luxemburg nach Polen die zweithöchste Opferzahl des Zweiten Weltkrieges zu beklagen. Insgesamt starben 5.703 Luxemburger während des Krieges, was 1,9 Prozent der damaligen Bevölkerung ausmachte. Fast jede luxemburgische Familie hatte Opfer zu beklagen, seien es beispielsweise Soldaten, die ab 1942 von der deutschen Besatzungsmacht zwangsrekrutiert wurden oder auf alliierter Seite kämpften, politisch und rassistisch Verfolgte, die deportiert und ermordet wurden, oder Zivilisten gewesen, die während der Kriegshandlungen, vor allem während der Ardennenoffensive, umgekommen sind. In vielen Ortschaften lassen sich Gedenktafeln oder Denkmäler finden, die an die Opfer des Krieges und die nationalsozialistischen Verbrechen erinnern.