Kriegerdenkmal Buschrodt
Rue Principale 3, 8610 Buschrodt
5.931177, 49.826957
Das Denkmal befindet sich an der Treppe zum Friedhof in Buschrodt.
Das Kriegerdenkmal in Buschrodt erinnert an die Bewohner*innen des Ortes, die während dem Zweiten Weltkrieg ihr Leben ließen oder seitdem vermisst werden. In Buschrodt wird an zwei Luxemburger gedacht, die aufgrund ihres Wehrdienstes im Osten verstarben. Marcel Wiltgen (geb. 26. Januar 1920) starb am 25. September 1943 in Popinkow, Russland. Nicolas Reiland (geb. 29. April 1923) fiel im Februar 1944 bei Tscherkassy in der Ukraine.
Am 10. Mai 1940 wurde Luxemburg im Zuge des Westfeldzuges von der deutschen Wehrmacht besetzt. Die Besatzungszeit hielt bis zur Befreiung Luxemburgs durch die US-Armee im September 1944 an. Gemessen an der Einwohnerzahl hat Luxemburg nach Polen die zweithöchste Opferzahl des Zweiten Weltkrieges zu beklagen. Insgesamt starben 5.703 Luxemburger während des Krieges, was 1,9 Prozent der damaligen Bevölkerung ausmachte. Fast jede luxemburgische Familie hatte Opfer zu beklagen, seien es beispielsweise Soldaten, die ab 1942 von der deutschen Besatzungsmacht zwangsrekrutiert wurden oder auf alliierter Seite kämpften, politisch und rassistisch Verfolgte, die deportiert und ermordet wurden, oder Zivilisten gewesen, die während der Kriegshandlungen, vor allem während der Ardennenoffensive, umgekommen sind. In vielen Ortschaften lassen sich Gedenktafeln oder Denkmäler finden, die an die Opfer des Krieges und die nationalsozialistischen Verbrechen erinnern.