Kriegerdenkmal Düdelingen
Route D. Bettembourg 15, 3424 Düdelingen
6.08225, 49.483056
Das Denkmal befindet sich an der Kreuzung der Route de Kayl und der Route D. Bettembourg, vor dem alten Friedhof.
Das Denkmal aus Stein mit der Inschrift „1940-1945“ erinnert an alle Bewohner*innen Düdelingens, die in diesem Zeitraum durch die Nationalsozialisten ermordet wurden oder seitdem vermisst werden.
Am 10. Mai 1940 wurde Luxemburg im Zuge des Westfeldzuges von der deutschen Wehrmacht besetzt. Die Besatzungszeit hielt bis zur Befreiung Luxemburgs durch die US-Armee im September 1944 an. Gemessen an der Einwohnerzahl hat Luxemburg nach Polen die zweithöchste Opferzahl des Zweiten Weltkrieges zu beklagen. Insgesamt starben 5.703 Luxemburger während des Krieges, was 1,9 Prozent der damaligen Bevölkerung ausmachte. Fast jede luxemburgische Familie hatte Opfer zu beklagen, seien es beispielsweise Soldaten, die ab 1942 von der deutschen Besatzungsmacht zwangsrekrutiert wurden oder auf alliierter Seite kämpften, politisch und rassistisch Verfolgte, die deportiert und ermordet wurden, oder Zivilisten gewesen, die während der Kriegshandlungen, vor allem während der Ardennenoffensive, umgekommen sind. In vielen Ortschaften lassen sich Gedenktafeln oder Denkmäler finden, die an die Opfer des Krieges und die nationalsozialistischen Verbrechen erinnern.