Kriegerdenkmal Oetringen
Rue de Moutfort 1a, 5355 Oetringen
6.2603975, 49.5992868
Die Gedenktafel befindet sich auf dem Friedhof in Oetringen.
Die Gedenktafel auf dem Friedhof erinnert an alle Bewohner*innen Oetringens, die während dem Zweiten Weltkrieg und der Okkupation Luxemburgs durch Deutschland ihr Leben ließen. Die Inschrift lautet: „Loost mer hei op deser Plaaz all eise Matbierger vun Eiter-Schrasseg gedenken dei am 2. Weltkrich 1939-1945 fir eis Heemecht a fir eis Fräiheet ennert der friemer Okkupazioun gelidden hun a gestuerwe sin.“
Am 10. Mai 1940 wurde Luxemburg im Zuge des Westfeldzuges von der deutschen Wehrmacht besetzt. Die Besatzungszeit hielt bis zur Befreiung Luxemburgs durch die US-Armee im September 1944 an. Gemessen an der Einwohnerzahl hat Luxemburg nach Polen die zweithöchste Opferzahl des Zweiten Weltkrieges zu beklagen. Insgesamt starben 5.703 Luxemburger während des Krieges, was 1,9 Prozent der damaligen Bevölkerung ausmachte. Fast jede luxemburgische Familie hatte Opfer zu beklagen, seien es beispielsweise Soldaten, die ab 1942 von der deutschen Besatzungsmacht zwangsrekrutiert wurden oder auf alliierter Seite kämpften, politisch und rassistisch Verfolgte, die deportiert und ermordet wurden, oder Zivilisten gewesen, die während der Kriegshandlungen, vor allem während der Ardennenoffensive, umgekommen sind. In vielen Ortschaften lassen sich Gedenktafeln oder Denkmäler finden, die an die Opfer des Krieges und die nationalsozialistischen Verbrechen erinnern.