Kriegerdenkmal und Gedenktafel für den Lëtzeburger Fräiheetsbond Luxemburg-Neudorf
Rue de Neudorf , 2222 Luxemburg Stadt
6.162385, 49.621644
Das Denkmal befindet sich neben der Kirche in Neudorf.
Die 1987 angebrachte Gedenktafel neben der Neudorfer Kirche erinnert an die Gründung der Widerstandsgruppe Lëtzeburger Fräiheetsbond. Diese entwickelte sich Anfang 1941 aus der am 12. März 1940 in Neudorf gegründeten Lëtzebuerger Fräiheets-Bewegung. Das Denkmal neben der Gedenktafel, welches 1951 errichtet wurde, erinnert an die Gefallenen und Vermissten des Stadtteils.
Am 10. Mai 1940 wurde Luxemburg im Zuge des Westfeldzuges von der deutschen Wehrmacht besetzt. Die Besatzungszeit hielt bis zur Befreiung Luxemburgs durch die US-Armee im September 1944 an. Gemessen an der Einwohnerzahl hat Luxemburg nach Polen die zweithöchste Opferzahl des Zweiten Weltkrieges zu beklagen. Insgesamt starben 5.703 Luxemburger während des Krieges, was 1,9 Prozent der damaligen Bevölkerung ausmachte. Fast jede luxemburgische Familie hatte Opfer zu beklagen, seien es beispielsweise Soldaten, die ab 1942 von der deutschen Besatzungsmacht zwangsrekrutiert wurden oder auf alliierter Seite kämpften, politisch und rassistisch Verfolgte, die deportiert und ermordet wurden, oder Zivilisten gewesen, die während der Kriegshandlungen, vor allem während der Ardennenoffensive, umgekommen sind. In vielen Ortschaften lassen sich Gedenktafeln oder Denkmäler finden, die an die Opfer des Krieges und die nationalsozialistischen Verbrechen erinnern.