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Mahnmal für die ehemalige Synagoge Simmern auf dem Gelände des Simmerner Schlosses

Schlossplatz , 55469 Simmern

7.520093, 49.983178

In der zweiten Hälfte des 18. Jhs. wurde in Simmern erstmals eine Synagoge errichtet, ist vorher doch lediglich ein Betraum vorhanden gewesen. Nachdem das Gebäude um 1900 baufällig geworden war, beschloss die Gemeinde im Jahr 1910, eine neue Synagoge zu errichten, weshalb das alte Gebäude im darauffolgenden Jahr abgerissen wurde. Der Neubau entstand an selber Stelle. Die feierliche Einweihung der Synagoge fand am 17. November 1911 statt, bevor sie im Zuge des Novemberpogroms von 1938 durch auswärtige SA-Trupps niedergebrannt wurde. Die Abriss der Brandruine erfolgte 1950. Zum 50. Jahrestag des Novemberpogroms wurde auf dem Schlossplatz ein Denkmal aufgestellt. Dieses Mahnmal trägt die Namen der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die während der NS-Zeit in Simmern lebten, sowie den Giebelspruch der ehemaligen Synagoge: „Mein Haus soll ein Bethaus genannt werden für alle Völker der Erde“.