Museum SchPIRA
Kleine Pfaffengasse 20, 67346 Speyer
8.439576, 49.316490
Das SchPIRA-Museum in Speyer widmet sich der mittelalterlichen jüdischen Geschichte. Der Museumsname ist an die hebräische Bezeichnung der Stadt (Spira) angelehnt, die wiederum zu den sogenannten SchUM-Städten gehörte. Die jüdische Gemeinde in Speyer ist eine der ältesten Deutschlands (sie wurde im 11. Jahrhundert gegründet) und war eine der bedeutenden des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Das Museum wurde 2010 eröffnet und zeigt archäologische Exponate der jüdischen Synagoge, der Mikwe und des Friedhofs. Während die baulichen Überreste der Mikwe sowie der Synagoge noch zu sehen sind, ist der mittelalterliche Friedhof nicht mehr vorhanden; allerdings werden einige Grabsteine im Museum ausgestellt. Einige der gezeigten archäologischen Fundstücke sind Dauerausleihen des Historischen Museums der Pfalz. Zur Museumssammlung gehört auch der Münzenfund „Schatz von Lingenfeld“, der angeblich während des Pestpogroms im Jahr 1349 in der Erde versteckt wurde.