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Shoah-Gedenkstätte Zakhor Medernach

Rue Savelborn 41, 7660 Medernach

6.21809, 49.81106

Das Shoah-Denkmal in Medernach befindet sich dort, wo sich früher das jüdische Gebetshaus befunden hatte. Es erinnert an die jüdischen Bewohner*innen Medernachs, die während der Okkupation Luxemburgs durch die Nationalsozialisten deportiert und ermordet wurden.

In Medernach siedelte 1845 die erste jüdische Familie nieder. In den Nachbarorten fanden sich zudem andere jüdische Familien, wobei die meisten von ihnen im Viehhandel arbeiteten. 1860 zählte die Gemeinde 25 Mitglieder. Ab 1875 erhielten sie die luxemburgische Nationalität, 1908 ließ sich Nathan Kahn, ein geborener Medernacher und Mitglied der jüdischen Gemeinde, in den Kommunalwahlen aufstellen und wurde gewählt.1882 wurde in Medernach ein Gebetshaus erbaut, das sowohl von den Medernacher Juden, als auch den jüdischen Menschen in Waldbillig und Christnach genutzt wurde.,

Nachdem die Nationalsozialisten Luxemburg 1940 eingenommen hatten, wurden in Medernach am 16. oktober 1941 18 jüdische Menschen ins Ghetto Litzmannstadt in Polen deportiert. Alle von ihnen sind danach entweder im Vernichtungslager Chelmo oder im Konzentrationslager Auschwitz ums Leben gekommen. Weitere acht Menschen wurden am 28. Juli 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Zuvor war Norbert kahn im Februar 1942 von der Gestapo verhaftet worden, nachdem er sich ohne Davidstern außerhalb seines Hauses aufhielt. Daraufhin wurde er über das KZ Hinzert in das KZ Buchenwald deportiert und ermordet. Seine Mutter wurde nach Fünfbrunnen deportiert und starb dort. Von den Mitgliedern der jüdischen Gemeinde in Medernach überlebte niemand den Holocaust.,

1958 wurde das Denkmal an dem Ort des früheren Gebetshauses eingeweiht, 2021 wurde es um einen bronzenen Koffer erweitert, der an die jüdischen Opfer der Gemeinde Medernach erinnern soll.

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