Frauen-Zwangsarbeiterlager der Dillinger Hütte
Werkstraße 1, 66763 Dillingen
6.732547, 49.355784
Im Zwangsarbeitslager „Dillinger Hütte“ gab es ein Frauenlager, in dem 169 Frauen untergebracht waren. Die Lebensbedingungen sollen extrem schwer gewesen sein. So starben nachweislich 54 Mernschen, unter ihnen waren 11 Kinder. Es wurde bisher keine Gedenktafel angebracht. Zwangsarbeit wurde von den Nationalsozialisten eingeführt, da diese die ideologische Überzeugung hatten, dass jeder dazu verpflichtet sei, Arbeitsleistungen zu erbringen. Mit Kriegsbeginn sind viele Arbeiter zum Wehrdient an der Front eingezogen worden, sodass diese durch Frauen ersetzt wurden. Des Weiteren sollte der Einsatz von „Ost- und Westarbeitern“ sowie von Kriegsgefangenen die fehlenden Arbeitskräfte ersetzen und die deutsche Wirtschaft aufrechterhalten. Die Zwangsarbeiter wurden aus ihren Heimatländern nach Deutschland verschleppt, um unter unmenschlichen Bedingungen Arbeiten zu verrichten. Viele haben dabei ihr Leben verloren. Die NS-Funktionäre wandten das Konzept der „Vernichtung durch Arbeit“ in den Konzentrationslagern an, indem die Häftlinge durch übermäßiges Arbeiten und unzureichende Versorgung absichtlich zu Tode gebracht wurden.